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Sommerlicher Wärmeschutz

Im Sommer und ganz allgemein in den wärmeren Jahreszeiten besteht der Wunsch, die Wärmezufuhr von außen weitgehend zu begrenzen. Wärmeschutz im Sommer bedeutet, die Wärme-ansammlung in den Räumen möglichst gering zu halten. Dachgeschosse bieten in der Regel, bedingt durch die leichte Bauweise, zu wenig speicherwirksame Masse, um einen vernünftigen Hitzeschutz zu bieten.

Im Sommer können sehr hohe Temperaturspitzen auf dem Dach auftreten, die in den Wohnraum durch das Dach in einer bestimmten Zeit eindringen und bei einem mäßigen sommerlichen Wärmeschutz die Innentemperatur auf ein unerträgliches Maß ansteigen lässt.

Nachstehende Faktoren beeinflussen den sommerlichen Wärmeschutz bei mehrschichtigen Leichtbauteilen positiv:
- die wirksame Wärmespeicherfähigkeit
  der raumumschließenden Flächen,
- die Lüftung, insbesondere in der zweiten Nachthälfte und
- die Fensterneigung und Orientierung.

Durch eine raumseitige Verkleidung der Bauteile mit hoher speicherfähiger Masse, wie sie bei Holzwolle-Dämmplatten (z.B. Heraklith-BM-Platten) selbstverständlich ist, wird die eindringende Temperatur sehr lange gespeichert und derart stark abgedämpft, dass das Ansteigen der Innentemperatur deutlich geringer ausfällt.

Die Wärmespeicherfähigkeit von Masse bzw. Bauteilen dient zur:
- Verringerung der Temperaturschwankungen
  zwischen Tag Nacht,
- Vermeidung sommerlicher Überwärmung des Wohnraumes,
- Vermeidung von zu rascher Auskühlung des Wohnraumes
  bei Absenkung der Heiztemperatur.

Der sommerliche Wärmeschutz ist nach ÖNORM B 8110, Teil 3 dann gewährleistet, wenn die Innentemperatur tagsüber 27 °C und in der Nacht 25 °C nicht übersteigt.
Die Wärmespeicherfähigkeit der inneren Verkleidung der Bauteile ist maßgebend für den Wert der Phasenverschiebung und der Temperaturamplitudendämpfung.

Die Phasenverschiebung ist die Zeitverzögerung in Stunden zwischen der Außentemperaturspitze und der gedämpften Innentemperaturspitze. Sie ist vor allem dann von Bedeutung, wenn die raumseitige Temperaturschwankung zu hoch ist. Die Phasenverschiebung sollte in diesem Fall so dimensioniert werden, dass die Außentemperaturspitze innenseitig erst in den späten Nachtstunden wirksam wird. Das heißt optimale Werte liegen zwischen 10 und 12 Stunden. Zu diesem Zeitpunkt ist die Außentemperatur bereits niedriger als die Innentemperatur und kann durch Lüften zur Kühlung herangezogen werden.

Die Temperaturamplitudendämpfung wiederum sagt aus, wie stark die Außentemperaturspitze gedämpft wird. Je größer der Wert, desto stärker die Dämpfung und desto geringer werden die hohen Außentemperaturen im Innenbereich wirksam.

Bauteilbeispiel:
Dachschräge mit innenseitiger Holzwolle-Dämmplatte:

Außentemperatur 35°C
Innentemperatur ca. 20°CBauteilskizze
Temperaturdifferenz innen zu außen = 15°C  
Temperaturamplitudendämpfung = 22,2
Phasenverschiebung = ca. 10 h

15°C : 22,2 = 0,68°C - d.h. der Innenraum würde sich nach etwa 10 Stunden (24 Uhr) um 0,68°C erwärmen.-+

Bauteilskizze einer speicherwirksamen Dachschräge:

Dachschräge

 

Für weitere Fragen kontaktieren Sie gerne unseren Ansprechpartner.


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